Konzertreihe Alte Musik im Kunstgewerbemuseum
Konzertreihe Alte Musik im Kunstgewerbemuseum
Treffpunkt: Schloss Pillnitz - Bergpalais, Hauptsaal
Einlass: ab 16:30 Uhr
Details
Alte Musik im Kunstgewerbemuseum
Auch wenn aus bautechnischen Gründen in diesem Jahr bedauerlicherweise die Ausstellungen des Kunstgewerbemuseums in Pillnitz geschlossen bleiben müssen, können wir Ihnen einige Konzerte anbieten, die zumindest einen kleinen Einblick in die Sammlung ermöglichen. Von den in der Sammlung für historische Musikinstrumente im Kunstgewerbemuseum bewahrten gut 70 Instrumente sind leider nur noch wenige spielbar. Einige, wie etwa hölzerne Blasinstrumente, sind zu empfindlich und würden Schaden nehmen, wenn sie nach vielen Jahren wieder mit feuchtwarmer Atemluft in Kontakt kämen. Andere sind zu instabil, um die starken Zugkräfte auszuhalten, die beim Spannen von Saiten entstehen. Für einige fehlen aber auch schlichtweg die finanziellen Mittel, um sie zu restaurieren. Aus diesen Gründen werden in den Konzerten immer wieder Nachbauten historischer Instrumente vorgestellt, um diese Klänge erlebbar zu machen.
Konzert am 04. Juli 2026, 17:00 Uhr – Musikalische Sammelleidenschaften am Dresdner Hof. Barocke Kammermusik aus dem „Schrank II“
Das Konzert erkundet die faszinierende Welt der mitteldeutschen Barockmusik in Verbindung mit der Sammelleidenschaft, die sich in den Sammlungen des Kunstgewerbemuseums und der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) widerspiegelt. Sammlungen sind seit Langem Quelle des Wissens über vergangene Zeiten anhand von authentischen Objekten. Wenn zwei Sammlungen wie die der Musikinstrumente im Kunstgewerbemuseum und die der Notenhandschriften in der SLUB zusammenkommen, lässt sich Geschichte ganz lebendig erleben. Das Konzertprogramm stellt Kammermusik aus dem „Schrank II“ der SLUB in den Mittelpunkt, die meisten davon werden im Konzert zum ersten Mal seit damals erklingen.
Ensemble Fürsten Musik:
Stefan Kunath – Alt
Anne Schumann – Violine, Viola
Caspar Erler – Violine
Klaus Voigt – Viola da spalla
Sebastian Knebel – Cembalo
Museumsinstrumente: Viola da braccio, Gebr. Amati, Cremona, um 1630; Cembalo, J.H. Gräbner d.J., Dresden, 1736
Werke von J.G. Graun, J.G. Janitsch, J.A. Hasse, A. Bernasconi u.a.
Konzert am 11. Juli 2026, 17:00 Uhr – Von Liebe und Finsternis – Viola appassionata. Italienische Virtuosenmusik des 16. und 17. Jahrhunderts für Viola da gamba und Barockharfe
Nichts hat Künstler aller Zeiten so sehr inspiriert und beflügelt wie die Liebe. Ob nun die Jungfrau Maria oder die Schöne aus der Nachbarschaft angebetet wurde – immer ist es die Liebe, die auch in der Musik die großartigsten Werke entstehen ließ. Musikalischer Ausdruck dieser Hingabe war im 16. Jahrhundert das Madrigal. Höchst kunstvoll und doch eingängig wurden einige Madrigale zu wahren Schlagern – jeder kannte sie, jeder liebte sie. Noch fast 100 Jahre nach ihrer Entstehung verfassten Komponisten äußerst virtuose ambitionierte Bearbeitungen davon. Erleben Sie diese anrührenden Liebeslieder der Renaissance und ihre virtuosen Bearbeitungen voller Sinnlichkeit in der zauberhaften Besetzung von Viola da Gamba und Harfe!
Juliane Laake – Diskant- und Bassgambe
Maximilian Ehrhardt – Barockharfe
Werke von G. Frescobaldi, D. Ortiz, G. Dalla Casa u.a.
Konzert am 29. August 2026, 17:00 Uhr – Der große Wettstreit: Gräbner vs. Silbermann. Musik für zwei Dresdner Cembali
Nachdem die sensationelle Entdeckung der Signatur von Johann Daniel Silbermann und die Restaurierung seines Cembalos im vergangenen Jahr gebührend gefeiert wurde, möchten wir in diesem Konzert die beiden Dresdner Cembali und ihre Erbauer gegenüberstellen. Sie werden beide Instrumente sowohl solistisch als auch im Zusammenklang erleben können.
Jan Katzschke und Peter Waldner – Cembalo
Museumsinstrumente: Cembalo, J.D. Silbermann, Dresden, 1756; Cembalo, J.H. Gräbner d.J., Dresden, 1739
Werke von J.L. Krebs, J.S. Bach u.a.
Konzert am 19. September 2026, 17:00 Uhr – Die große Oktave. Aus den (Un)Tiefen italienischer Cellomusik
Das Programm beleuchtet die Ursprünge und Formenvielfalt des Violoncellos von Rom bis London und den Spagat des Instruments zwischen Bassfunktion und Solostimme. Dabei sind Werke für gleich drei Celli besonders seltene Schätze im 18. Jahrhundert. Es erklingen sowohl Originalwerke als auch authentische Arrangements für die Besetzung von tiefsaits.
tiefsaits:
Alma Stolte, Anna Reisener, Mirjam-Luise Münzel – Violoncelli
Museumsinstrumente: Violone, Peregrino Zanetto di Montechiaro, Brescia, nach 1591; Bassett, Tirol oder Oberitalien, Ende 17. Jahrhundert
Werke von D. Gabrielli, G. Cervetto, E. de Cinque, A. Vivaldi u.a.
Parkeintritt: Mit gültiger Konzert‐Eintrittskarte ist der Eintritt in den Schlosspark ab 16:30 Uhr frei.
Während der Veranstaltungen werden Foto‐ und Film‐ und Tonaufnahmen zur Dokumentation angefertigt. Mit dem Besuch der Veranstaltung erklären Sie sich mit einer möglichen Veröffentlichung für museumstypische Zwecke einverstanden.